"Albig-Plakette“: Der PR-Gag des ehemaligen OB ist in Frage zu stellen

10.02.2017

Presseinformation

Nr. 10 / 2017    Kiel, 10. Februar 2017

„Albig-Plakette“

Der PR-Gag des ehemaligen OB ist in Frage zu stellen

In der aktuellen Diskussion um die so genannte „Albig-Plakette“ erklärt FDP-Fraktionschefin Christina Musculus-Stahnke:

„Fahrer von Autos, die maximal 100 Gramm Kohlendoxid ausstoßen, kommen durch die Plakette in den Genuss kostenlosen Parkens. Was so nett ökologisch daherkommt, offenbart beim genaueren Hinsehen doch ein paar Haken:

Zum einen ist die Lenkungswirkung mehr als fraglich. Es gehört schon eine gute Portion Blauäugigkeit dazu, anzunehmen, dass diese Vergünstigung einen nennenswerten Anreiz bietet, sich ein CO2-armes Auto anzuschaffen.

Der zweite Haken ist, dass lediglich der Kohlendioxid-Ausstoß berücksichtigt wird, nicht aber der ebenfalls bedenkliche Stickoxid-Ausstoß.

Und drittens hat sich durch die Abgas-Skandale mehr und mehr herausgestellt, dass die Herstellerangaben in vielen Fällen nicht realitätsnah sind.

Vor diesem Hintergrund sollte ernsthaft in Erwägung gezogen werden, auf diese Plakette, die ursprünglich ein PR-Gag eines ehemaligen Oberbürgermeisters war, zu verzichten und die Mehreinnahmen zur Senkung der Parkgebühren für Alle einzusetzen.“

V. i. S. d. P.                                               

Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer       

Zurück