Analyse des Pestel-Instituts: Zunehmender Wohnungsmangel in Kiel

28.10.2015

Presseinformation

Nr. 60 / 2015    Kiel, 28. Oktober 2015

Analyse des Pestel-Instituts: Zunehmender Wohnungsmangel in Kiel

Kooperation der falschen Weichenstellung

Wie Presseberichten zu entnehmen ist, kommt das Pestel-Institut in Hannover in einer aktuellen Studie zu dem Ergebnis, dass es in Kiel an bezahlbaren Wohnungen für Rentner, Alleinerziehende, junge Menschen in der Ausbildung, einkommensschwache Haushalte und Flüchtlinge fehle, was insbesondere durch den Zustrom von Menschen auf der Flucht forciert werde. Hierzu erklärt FDP-Fraktionschef Hubertus Hencke:

„Der Hinweis der Verwaltungsspitze, in dem das Ergebnis der Studie auf ihre Auftraggeber zurückgeführt wird, ist hier nicht zielführend. Denn die Diagnose des Kieler Wohnungsmarktes ist alarmierend und verdeutlicht, dass die von Rot-Grün-Blau beschlossene Einführung der Mietbremse völlig an wohnungspolitischen Erfordernissen vorbeigeht.

Gerade auch im unteren Preissegment braucht Kiel dauerhaft deutlich mehr Wohnungen als in den vergangenen Jahren überhaupt gebaut wurde. Wenn sich die Landeshauptstadt am Wohnungsmarkt insbesondere auch im Interesse der sozial Schwachen und damit auch der Flüchtlinge besser aufzustellen will, müssen die Rahmenbedingungen für private Investoren verbessert werden.

Die von der rot-grün-blauen Kooperation beschlossene Mietbremse ist hierfür aber nicht nur ungeeignet, sondern sie konterkariert sogar diese Bemühungen und damit auch den „Masterplan Wohnen“. Die Mehrheitsfraktionen müssen sich daher den Vorwurf gefallen lassen, nicht nur keine Lösungen für den wachsenden Wohnraumbedarf zu entwickeln, sondern auch das dringend notwendige private Engagement auszubremsen.“

V. i. S. d. P.                                                           

Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer                                       

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