Interfraktionelle Entschließung: Kiel ist und bleibt eine tolerante und weltoffene Stadt

22.01.2015

Entschließung: Kiel ist und bleibt eine tolerante und weltoffene Stadt

Antrag:

Die Ratsversammlung der Landeshauptstadt Kiel zeigt sich besorgt über die sogenannten „Pegida"-Demonstrationen in verschiedenen deutschen Städten.

Kiel ist seit Jahrzehnten Sinnbild für das friedliche Miteinander von hier geborenen und zugezogenen Menschen und ist mit einem Anteil von 20 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mit einem so genannten Migrationshintergrund ein Vorbild für eine Gesellschaft im Zeichen der Integration und Vielfalt.

Die Ratsversammlung verurteilt daher jeglichen Versuch, rassistisches und menschenverachtendes Gedankengut in die Stadt hineinzutragen. Sie unterstützt die Initiative des DGB für das Bündnis „Das ist unsere Stadt – die Kiel Region ist weltoffen!“.

Begründung:

Die Proteste der sogenannten „Pegida“ (angeblich: „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes") appellieren an dumpfe Vorurteile, an Fremdenhass und Intoleranz. Das ist nicht die Kultur der Toleranz und Weltoffenheit, für die die Stadt Kiel steht. Dies bekräftigt die vorstehende Entschließung. Der Anteil der Bürgerinnen und Bürger mit einem so genannten Migrationshintergrund ist dem „Statistischen Bericht Nr. 233 des Amtes für Wirtschaft (Abt. Statistik) der Landeshauptstadt Kiel: Kieler Demografiemonitoring. Indikatoren und Grundzahlen. Fortschreibung 2013“ (Stand: 31.12.2012) entnommen.

gez. Ratsherr Dr. Hans-Friedrich Traulsen
gez. Ratsherr Falk Stadelmann
SPD-Ratsfraktion

gez. Ratsherr Stefan Kruber
CDU-Ratsfraktion

gez. Ratsfrau Lydia Rudow
Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

gez. Ratsherr Marcel Schmidt
SSW-Ratsfraktion

gez. Ratsfrau Christina Musculus-Stahnke
FDP-Ratsfraktion

gez. Ratsherr Heinz Wieser
Ratsfraktion Die Linke

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