Flüchtlinge auf dem MFG-5-Gelände unterbringen?

18.08.2014

Presseinformation

Nr. 53 / 2014    Kiel, 19. August 2014

FDP-Ratsfraktion warnt vor Gettoisierung von Flüchtlingen

Den Kieler Nachrichten vom 19.08.2014 zufolge überlegen die zuständigen Stellen, Wohnungen für Flüchtlinge auf dem MFG 5-Gelände in vorhandenen Kasernengebäuden einzurichten. Hierzu erklärt der Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion, Hubertus Hencke:

„Die FDP-Ratsfraktion hat viel Verständnis für die logistischen Probleme, die die Verantwortlichen haben, um Flüchtlinge unterzubringen. Die Idee, Flüchtlinge auf dem MFG 5-Gelände unterzubringen, ist peinlich. Sie öffentlich zu äußern, ist beschämend.

Mit ca. einer halben Million Euro hat die Stadt Kiel eine provisorische Wegeverbindung zwischen Kiel, Friedrichsort und Holtenau geschaffen. Die Kosten hierfür sind deshalb so hoch, weil durch Zäune das unbefugte Betreten des MFG 5-Geländes unter anderem wegen der Gefahr für die Betretenden verhindert werden soll. Flüchtlinge dort unterzubringen, ist stigmatisierend und gettoisierend.

In einer weltoffenen, toleranten und hoffentlich liberalen Stadt wie Kiel muss es möglich sein, Flüchtlinge in der Stadt selbst zu empfangen. Dabei muss in allen Stadtteilen, z.B. auch der Wik, nach verfügbarem Wohnraum gesucht werden. Gerade eine Stadt, die sich für Olympia stark macht, sollte der Welt zeigen, dass sie auch bereit ist, die Welt herzlich zu umarmen.

Die FDP-Ratsfraktion warnt vor dem Versuch, die Idee der Unterbringung von Flüchtlingen auf dem MFG 5-Gelände weiter zu spinnen.“

V. i. S. d. P.
Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer

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