Industriestandort Kiel

22.08.2014

Presseinformation

Nr. 54 / 2014 Kiel, 22. August 2014
Industriestandort Kiel / Nachnutzung des MFG-5 Geländes

Industrielle Nutzung hat Vorrang

Die FDP-Ratsfraktion nimmt die warnenden Worte der IG Metall zum Rückgang der Kieler Industrie sehr ernst, unterstützt den „Kieler Appell“ und stimmt der Forderung zu, das MFG-5 Gelände auch industriell zu nutzen. Fraktionschef Hubertus Hencke erklärt hierzu:

„Der Ex-IG-Metall-Chef Mädel hat in einem Interview der KN gesagt: „Wenn es um die Frage geht ‚Schöner Wohnen oder Industrie’, dann sucht man in Kiel noch immer Kompromisse. Doch wer Industrie in der Stadt halten und neue Industrieansiedeln will, der muss klare Perspektiven bieten.“

Die Situation in Kiel ist ernst, wenn FDP und DGB dieselbe Ansicht teilen, während Rot-Grün noch auf Schöner Wohnen und nicht störendes Gewerbe setzt. Das Problem ist, dass die rot-grüne Kooperation sich in der Nutzung wichtiger Gewerbeflächen für Industrieansiedlungen nicht einig ist und sie so wirtschaftliches Wachstum in dieser Stadt verhindert.

Dies wird insbesondere auch mit Blick auf die langfristige Entwicklung des MFG 5-Areals und des angrenzenden Airparks ersichtlich. Schließlich hat nicht nur das CIMA-Gutachten des letzten Jahres einer industriellen Nutzung dieser frei werdenden Fläche eine enorme überregionale Strahlkraft bescheinigt. Wer hier untätig bleibt, schadet unserer Stadt und nimmt in Kauf, dass wir in einem wirtschaftlich zentralen Segment weitere wichtige Arbeitsplätze verlieren.

Im Industriestandort Kiel ist in den letzten 20 Jahren der Bestand an Industriebetrieben um rund 43 Prozent zurück gegangen, was zu einem Verlust von über 10.000 Arbeitsplätzen - minus 55 Prozent – führte.

Es verdeutlicht sich immer mehr als Fehler der Mehrheitsfraktionen von SPD und Grünen, den Antrag zu einem „Masterplan Industrie“ abgelehnt zu haben.“

V. i. S. d. P.
Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer

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