Kiel hinkt bei Städtevergleichen meist nur hinterher: Was nun, Herr Oberbürgermeister?

07.01.2016

Presseinformation

Nr. 1 / 2016    Kiel, 07. Januar 2016

Kiel hinkt bei Städtevergleichen meist nur hinterher

Was nun, Herr Oberbürgermeister?

Welche Schlussfolgerungen zieht der Oberbürgermeister und Wirtschaftsdezernent aus dem schwachen Abschneiden der Landeshauptstadt Kiel bei jüngsten Städtevergleichen? Diese Frage wirft ein Antrag der FDP-Ratsfraktion auf. Fraktionschef Hubertus Hencke erklärt hierzu:

„Das mehr als durchwachsene Abschneiden Kiels bei jüngsten Städtevergleichen ist durchaus ernst zu nehmen. Denn es zieht sich wie ein roter Faden durch die drei zu betrachtenden Studien: Kiel hinkt meist nur hinterher.

  1. Beim HWWI / Berenberg-Städteranking 2015 ist Kiel Vorletzter.
  2. Beim Städteranking 2015 des Instituts der deutschen Wirtschaft belegt Kiel im Niveau nur Platz 45 von 69, in der Dynamik sogar nur Platz 66 von 69.
  3. In der Studie „Freiberufliche Existenzgründungen in Deutschland und seinen Regionen im Jahr 2014“ des Instituts für Mittelstandsforschung schneidet Kiel 20 Plätze schlechter ab als 2013 und sogar 42 Plätze schlechter als 2006. Kiel liegt hier in Schleswig-Holstein nur auf dem viertletzten Platz.

Die Gründe dabei sind vielfältig. Mal sind es „Defizite in der Beschäftigungs- und Produktivitätsentwicklung“, mal sind es „negative Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt als auch in der Wirtschaftsstruktur“ und Schwächen bei den „Indikatoren Beschäftigungs- und Arbeitslosenquote Ältere, beim Ausbildungsplatzangebot und der Beschäftigungsrate der Frauen“.

Studien dieser Art sind zwar keine Bibel, ihre Ergebnisse müssten die Verwaltungsspitze und die rot-grün-blaue Kooperation dennoch hellhörig werden lassen, denn sie zeigen, dass im Bereich der Wirtschaftsförderung noch viel Arbeit zu leisten ist.

Die FDP-Ratsfraktion beantragt daher einen Bericht des Oberbürgermeisters und Wirtschaftsdezernenten, welche Schlussfolgerungen die Verwaltung aus den genannten Studien zieht.“

V. i. S. d. P.                                                                                                       

Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer                  

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