Kriminalstatistik: Kein Grund zur Entwarnung – Polizeipräsenz nicht aufs Spiel setzen

03.06.2016

Presseinformation

Nr. 28 / 2016    Kiel, 03. Juni 2016

Kriminalstatistik

Kein Grund zur Entwarnung – Polizeipräsenz nicht aufs Spiel setzen

Zu der Polizeilichen Kriminalstatistik 2015 für Kiel erklärt FDP-Fraktionschefin Christina Musculus-Stahnke:

„Positiv ist zu vermerken, dass die Gesamtzahl der Rohheitsdelikte und auch der Raubtaten auf dem niedrigsten Stand der letzten 10 Jahre liegt und die Aufklärungsquote insgesamt leicht gestiegen ist.

Erschreckend ist demgegenüber die drastische Zunahme der Diebstähle. Insbesondere bei den Fahrrädern (plus 40 Prozent), beim Ladendiebstahl (plus 39 Prozent), sowie beim Wohnungseinbruchdiebstahl (plus 19 Prozent).
Letzteres ist besonders besorgniserregend, da das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in hohem Maße durch Wohnungseinbruchdiebstähle beeinträchtigt wird.

Die Menschen haben das Recht, von der Politik Antworten auf dieses Problem zu bekommen. Daher wird durch diese Zahlen all den auf Landesebene gemachten Überlegungen eine Absage erteilt, die zu einer Verringerung der Polizeipräsenz führen können.

Wenn die rot-grün-blaue Rathauskooperation tatsächlich die Polizei darin unterstützen will, „stärker Präsenz zu zeigen“, dann sollte sie die Parteikollegen in Landesregierung und Landtag in die Pflicht nehmen, für eine angemessene personelle Ausstattung zu sorgen. Der Rechtsstaat darf nicht akzeptieren, dass das Vertrauen der Menschen in ihn und in seine Handlungsfähigkeit weiter schwindet.“

V. i. S. d. P.                                                                                                      

Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer       

Zurück