Stadtwerke Kiel: Auch das neue MVV-Angebot kann nicht überzeugen

26.02.2015

Presseinformation

Nr. 16 / 2015    Kiel, 26. Februar 2015

Energiepolitik / Kraftwerksneubau

Auch das neue MVV-Angebot kann nicht überzeugen

Dem Vernehmen nach soll die Mannheimer MVV Energie AG den Vorschlag unterbreitet haben, dass die Eigenkapitalerhöhung der Kieler Stadtwerke in Höhe von 70 Mio. Euro von der Landeshauptstadt Kiel nicht zur Hälfte, sondern allein getragen werden soll.  

Im Gegenzug würde sich der städtische Anteil an dem Versorger von 49 auf um die 60 Prozent erhöhen. Hierzu erklärt FDP-Fraktionsvize Christina Musculus-Stahnke:

„Nachdem MVV im vergangenen Sommer der Stadt das völlig absurde Angebot unterbreitet hatte, den 51-Prozent-Anteil an den Kieler Stadtwerken für 197 Mio. Euro - und damit 60 Mio. Euro über den vor zehn Jahren bezahlten Kaufpreis - zurückzukaufen, folgt nun der nächste Vorstoß des Mannheimer Energieversorgers.

Und auch dieser Vorschlag, für eine Anteilserhöhung um etwa 11 Prozentpunkte 35 Mio. Euro hinzublättern, kann aus unserer Sicht in dieser Form nicht akzeptiert werden. Denn dieses Angebot liegt umgerechnet zwar unter dem vom vergangenen Juni, ist aber gleichwohl noch zu hoch.

Offenbar spekuliert MVV nach wie vor darauf, die Landeshauptstadt Kiel durch anwachsenden Zeitdruck zu einem Verhandlungsergebnis zu nötigen, welches weder fair noch partnerschaftlich ist.

Es zeigt sich leider an dieser Stelle erneut, dass es ein Fehler der rot-grünen Kooperation und der Linken war und ist, die unrealistische Option der Rekommunalisierung offensiv kommuniziert zu haben. Dieser Irrglaube hat die Mannheimer offenbar in ihrer Verhandlungsstrategie bestärkt.“

V. i. S. d. P.

Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer

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