Stena Line schließt Kieler Niederlassung: Grenzen kommunaler Standortpolitik

23.03.2016

Presseinformation

Nr. 15 / 2016    Kiel, 23. März 2016

Stena Line schließt Kieler Niederlassung

Grenzen kommunaler Standortpolitik

Zur Ankündigung der schwedischen Reederei Stena Line, ihre Kieler Niederlassung zu schließen, erklärt FDP-Fraktionsvize Ralf Meinke:

„Als vor gut einem Jahr die Methanolfähre Stena Germanicaeingeweiht und Kiel zum Liegeplatz der ersten Methanolfähre der Welt wurde, nahm dies die rot-grün-blaue Kooperation zum Anlass, sich einer vermeintlich erfolgreichen Hafenpolitik zu rühmen.

Heute ist leider zur Kenntnis zu nehmen, dass die Stena Line ihre Kieler Niederlassung schließt und dadurch 47 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Folglich müsste diese Entwicklung in der Logik der Mehrheitsfraktionen der erfolglosen Hafenpolitik von Rot-Grün-Blau zugeschrieben werden.

Doch so einfach kann man es sich in keinem der beiden Fälle machen. Vielmehr wird ersichtlich, dass kommunale Standortpolitik ihre Grenzen dort finden kann, wo unternehmensinterne Entscheidungen - wie in diesem Fall zur Effizienzsteigerung des Fährkonzerns - getroffen werden müssen.
Es bleibt zumindest das nicht zu unterschätzende Trostpflaster, dass die Fährverbindung Göteborg-Kiel fortgesetzt wird.

Die FDP-Ratsfraktion bedauert die Schließung der Niederlassung und wünscht den betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen möglichst reibungslosen Übergang in neue Beschäftigung!“

V. i. S. d. P.                                                                                                       

Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer       

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