Umbenennung der Haltestelle „Strucksdiek“: Zu kurz gesprungen

15.09.2017

Presseinformation

Nr. 54 / 2017    Kiel, 15. September 2017

Umbenennung der Haltestelle „Strucksdiek“

Zu kurz gesprungen

Zu dem Beschluss des Bauausschusses, die Haltestelle „Strucksdiek“ umzubenennen mit dem Ziel, dass sie zukünftig auf die vor Ort vorhandene Gedenkstätte „AEL Nordmark“ hinweist, erklärt FDP-Fraktionschefin Christina Musculus-Stahnke:

„Erinnerungskultur ist wichtig. Um die Aufmerksamkeit für das „AEL Nordmark“, also für das „Arbeitserziehungslager Nordmark“ zu steigern, springt man zu kurz, wenn man dies über die Umbenennung einer Bushaltestelle erreichen will. Denn hier stehen Aufwand und Wirkung in keinem guten Verhältnis.

Da sollten doch lieber andere Maßnahmen in Erwägung gezogen werden, deren Wirkung in Bezug auf die Erinnerung an diesen Gedenkort ausgeprägter ist.Denn es ist zweifelhaft, ob eine schlichte - und zudem Verwirrung stiftende - Umbenennung einer Bushaltestelle dem Anspruch gerecht wird, der bei der Erinnerung an Opfer des NS-Regimes zu stellen ist.“

V. i. S. d. P.                                                                                                                                         

Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer                  

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