Unterbeschäftigungsquote in Kiel am stärksten gestiegen und landesweit am höchsten

24.03.2017

Presseinformation

Nr. 20 / 2017    Kiel, 24. März 2017

Arbeitsmarkt

Unterbeschäftigungsquote in Kiel am stärksten gestiegen und landesweit am höchsten

Durch eine Kleine Anfrage hat die FDP-Ratsfraktion die Entwicklung der Unterbeschäftigungsquote von September 2015 bis Februar 2017 in den kreisfreien Städten und dem Land Schleswig-Holstein abgefragt. Zu den Antworten erklärt FDP-Fraktionsvize Ralf Meinke:

„Genauer als die Arbeitslosenzahl zeigt die Unterbeschäftigungsquote auf, wie viele Arbeitslose es tatsächlich gibt. Sie gibt damit ein umfassenderes Bild vom Defizit an regulärer Beschäftigung.

In ihr werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen erfasst, die nicht als arbeitslos im Sinne des Sozialgesetzbuches gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsförderung sind oder einen Sonderstatus einnehmen, z.B. durch kurzfristige Erkrankung.

Die Unterbeschäftigungsquote Kiels ist seit September 2015 im Vergleich zu den kreisfreien Städten sowie im Vergleich zum Land am stärksten gestiegen. In Kiel stieg sie im besagten Zeitraum um 1,2 Prozentpunkte, im Land um 1,1, in Flensburg um 1,0 sowie in Lübeck und Neumünster nur um jeweils 0,2 Punkte.“

Die Unterschiede der Zuwächse, so Meinke weiter, seien zwar nicht besonders ausgeprägt, dennoch hätten sie unterm Strich das Bild verfestigt, dass Kiel mit 13,9 Prozent nach wie vor die mit Abstand höchste Unterbeschäftigungsquote im Land zu verzeichnen habe.

„Ein Ansiedlungserfolg wie im Fall von Toshiba ist zwar außerordentlich erfreulich, aber nachhaltige Erfolge am Arbeitsmarkt und eine Umkehr des Kieler Trends werden ohne eine mittelstandsorientierte Politik und ohne Belebung des Gründergeschehens nicht zu erzielen sein“, so Meinke abschließend.

V. i. S. d. P.                                                                                                  

Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer   

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