Urteil zur Sonntagsarbeit

28.11.2014

Presseinformation

Nr. 67 / 2014    Kiel, 28. November 2014

Urteil zur Sonntagsarbeit

Bedauerliche Entscheidung für Arbeitgeber und Arbeitnehmer!

Die FDP-Ratsfraktion nimmt das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, wonach Unternehmen wie Videotheken und Callcenter an Sonn- und Feiertagen keine Arbeitnehmer mehr beschäftigen dürfen, zum Anlass für Kritik. Fraktionsvize Christina Musculus-Stahnke erklärt hierzu:

"Letztlich geht es bei dieser Thematik doch um mehr Freiheit für unternehmerische Entscheidungen und für Konsumenten gleichermaßen. Wir wollen es den Menschen selbst überlassen, wann sie ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten. Die Menschen sollen auch selbst entscheiden können, wann und wie sie einkaufen.

Die Möglichkeit zur Sonntagsarbeit ist wirtschaftsnah und verbraucherfreundlich zugleich. Belegt wird dies durch die hohe Akzeptanz, die auf den Umstand zurückzuführen ist, dass dies den Freizeit- und Konsumgewohnheiten entspricht.

Daher ist es aus liberaler Sicht nicht nur realitätsfern, sondern auch beschäftigungsfeindlich, wenn Ausnahmenregelungen zum Sonntagseinkauf nach und nach einkassiert werden.

Auch wenn das Leipziger Urteil auf dem Boden des Grundgesetzes ruht, ist es jetzt höchste Zeit für eine gesellschaftliche Debatte über den Sinn des Verbots von Sonntagsarbeit.“

V. i. S. d. P.

Peter Helm

Fraktionsgeschäftsführer

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