Wahl des Stadtrats für Soziales, Wohnen, Gesundheit und Sport

07.04.2014

Interfraktionelle Presseinformation

Fraktionen von CDU, FDP, Piraten und die Linke schlagen die parteilose Anke Latacz- Blume als Kandidatin für das Dezernat IV vor

CDU, FDP und Piraten haben am 03.04.2014 eine Anhörung der Kandidaten für das Dezernat IV durch- geführt. Bei dieser Anhörung waren der Gesamtpersonalrat, die Gleichstellungsbeauftragte und Vertreter aller Fraktionen und fraktionslose Ratsmitglieder anwesend. Sowohl die Kandidatin Anke Latacz-Blume, als auch der Kandidat Gerwin Stöcken haben einen persön- lich guten und fachlich äußerst kompetenten Eindruck gemacht. Die Fraktionen haben deshalb erst nach reiflicher Überlegung ihre Entscheidung für Frau Latacz-Blume getroffen.

Hierzu erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Rainer Kreutz: Frau Latacz-Blume arbeitet derzeit in einer Führungsposition im Fachbereich Soziales und Gesundheit, so dass sie ohne fachliche Einarbeitungszeit das Dezernat leiten könnte. Wenn die Kompetenz der bei- den KandidatInnen und deren persönliche Eignung und Befähigung keine Unterschiede erkennen las- sen, ist die Frage der Geschlechtergerechtigkeit und die einmalige Chance, die Dezernatsführung der Stadt Kiel mit jeweils 2 Männern und 2 Frauen zu besetzen, zu verlockend, um sie nicht zu ergreifen.

Der Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion, Hubertus Hencke erklärt: Wir haben uns nicht gegen einen Kandidaten, sondern für eine Kandidatin entschieden. Frau Latacz- Blume war früher in der Sozial-Verwaltung des Kreises Rendsburg-Eckernförde tätig. Die Ortskenntnisse und die Vernetzungsbeziehungen von Herrn Stöcken werden durch ihre Kenntnisse im Fachbereich So- ziales und Gesundheit aufgehoben, so dass die FDP-Ratsfraktion Herrn Stöcken und Frau Latacz-Blume fachlich und persönlich auf einer Stufe sieht. Es entscheidet dann die Frage der Geschlechtergerechtigkeit.

Der Vorsitzende der Ratsfraktion der Piraten, Sven Seele erklärt: Frau Latacz-Blume und Herr Stöcken sind aus unserer Sicht die am besten geeigneten Kandidaten. Bei- de Kandidaten sind hinsichtlich Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung auf einer Augenhöhe zu sehen. Neben der Geschlechtergerechtigkeit steht für uns vor allem Anke Latacz-Blumes Unabhängig- keit von den im Rathaus vertretenen Parteien bei der Wahl im Vordergrund. Eine Entscheidung für sie als Dezernentin wäre auch ein deutliches Signal zu besserer interfraktioneller Zusammenarbeit zum Wohle der Landeshauptstadt Kiel und damit zu effizienterer Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Selbstverwaltung.
Der stellvertretende Vorsitzende der Ratsfraktion der Linken, Stefan Rudau erklärt:

„Neben der fachlichen Qualifikation ist für uns der praktizierte Führungsstil von erheblicher Bedeutung. Gerade nach den Turbulenzen der vergangenen Jahre haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem Bereich das Bestmöglichste verdient. Bei Nachfragen zu diesem Themenkreis hat uns Frau Latacz- Blume sehr überzeugt. Daneben ist für uns natürlich auch nicht unerheblich, dass die Bewerberin partei- unabhängig ist und wir daher von einer neutraleren Amtsführung ausgehen.“

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