Schlepper "MS Stein"

10.11.2014

Vorbemerkung:

Die LANDESZEITUNG berichtet in einem Artikel vom 07.11.2014 von dem Schlepper „Stein“ der SFK. Demnach sei das gebrauchte Schiff vor rund 18 Monaten in Spanien gekauft worden und sollte nach Umbaumaßnahmen ab Sommer 2013 zum Einsatz kommen. Dem Vernehmen nach könne der Schlepper aber immer noch nicht eingesetzt werden.

Vorausgesetzt, dass diese Informationen zutreffen, stelle ich vor diesem Hintergrund folgende

Kleine Anfrage

  1. Welche Kosten sind seit Kauf des Schleppers für Zinszahlungen, Abschreibungen und die notwendigen Umbaumaßnahmen entstanden und in welcher Höhe hätte seit dem ursprünglich geplanten Einsatztermin der Schepper Erlöse erzielen können?
  2. Worauf ist es zurückzuführen, dass der Schlepper noch nicht zum Einsatz gekommen ist und wann ist mit dem Einsatz zu rechnen?
  3. Wer ist dafür verantwortlich, dass der Schlepper noch nicht zum Einsatz gekommen ist und welche Konsequenzen werden von Seiten der SFK gezogen?

gez. Christina Musculus-Stahnke
stv. Fraktionsvorsitzende

f.d.R. Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer

 

Antwort auf die Kleine Anfrage

Schlepper MS Stein

der Ratsfrau Musculus-Stahnke (FDP-Ratsfraktion) vom 10.11.2014 zur Ratsversammlung am 20.11.2014

Die zur Sitzung der Ratsversammlung am 20.11.2014 gestellte Kleine Anfrage beantworte ich wie folgt:

Vorbemerkung

Die SFK hat sich im Jahr 2013 entschieden, als Ersatz für den Schlepper Holtenau statt des ursprünglich geplanten Neubaus einen leistungsfähigen gebrauchten Schlepper zu kaufen. Diese Entscheidung war vorteilhaft aufgrund des deutlich niedrigeren Kaufpreises. Zudem wird die SFK den Schlepper Stein auch nach Abschluss der länger als geplant andauernden Umbauphase früher einsetzen können, als dieses im Falle eines Neubaus möglich gewesen wäre.

 

Frage 1:

Welche Kosten sind seit Kauf des Schleppers für Zinszahlungen, Abschreibungen und die notwendigen Umbaumaßnahmen entstanden und in welcher Höhe hätte seit dem ursprünglich geplanten Einsatztermin der Schlepper Erlöse erzielen können?

   

Antwort:

Seit dem Kauf des Schleppers im Mai 2013 sind bis November 2014 planmäßige Kosten von 390 T€ für Zinsen (Kreditfinanzierung) und Abschreibungen angefallen. Die vorgenommenen Investitionen bzw. Umbaumaßnahmen im Wert von 785 T€ entsprechen den Kalkulationen des Unternehmens, so dass das Gesamtbudget für den Kauf des Schleppers nicht überschritten worden ist.

 

   

Frage 2:

Worauf ist es zurückzuführen, dass der Schlepper noch nicht zum Einsatz gekommen ist und wann ist mit dem Einsatz zu rechnen?

   

Antwort:

Ursächlich für die Verzögerungen sind:

  • im Zeitraum von Juni bis August 2013 wurde die MS Stein im Rahmen eines Probebetriebs für ausgewählte Einsätze (Kieler Woche, Marine) eingesetzt,
  • lange Lieferzeiten der Materialen für Umbauten,
  • Bei der Ausführung der Innenausbauarbeiten haben die Monteure der ausgewählten renommierten Fachfirmen diverse Schlechtleistungen erbracht, so dass u.a. der Wand- und Bodenausbau sich während des Möbeleinbaus als so unbrauchbar erwies, dass etwa 50 % wieder herausgerissen werden mussten.

 

Die Indienststellung der MS Stein ist für Anfang 2015 vorgesehen.

   

Frage 3:

Wer ist dafür verantwortlich, dass der Schlepper noch nicht zum Einsatz gekommen ist und welche Konsequenzen werden von Seiten der SFK gezogen?

   

Antwort:

Diverse Ursachen führten zu der verzögerten Indienststellung (s. Frage 2). Mit anwaltlicher Unterstützung werden Maßnahmen gegen beauftragte Unternehmen derzeit geprüft.

   

 

Dr. Ulf Kämpfer

Oberbürgermeister

 

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