Gründung einer Kieler Kommission für Berufsbildung, Beschäftigung und Wirtschaft

20.01.2017

Antrag

Der Oberbürgermeister/Wirtschaftsdezernent der Landeshauptstadt Kiel wird gebeten, in der ersten Jahreshälfte 2017 eine Kommission für Berufsbildung, Beschäftigung und Wirtschaft in Kiel zu initiieren. Die Leitung der Kommission obliegt dem Oberbürgermeister/Wirtschaftsdezernenten.
Die Kommission soll insbesondere das Ziel verfolgen, die Beschäftigung und Wirtschaftskraft in der Landeshauptstadt Kiel insbesondere durch Vernetzung, Kommunikation sowie durch gemeinsame Konzeptionen zu stabilisieren und kontinuierlich zu verbessern. Hierzu gehören auch der Ausbau und die Stärkung der Verantwortungsgemeinschaft zur Berufsbildung. Die Kommission leistet ihren Beitrag dazu, die Rahmenbedingungen der zukünftigen Arbeitswelt zu analysieren und effektive Handlungsoptionen für Beschäftigte und Unternehmen aufzuzeigen. Hierbei werden auch die Antragsziele der „Wirtschaftsallianz für Kiel“ (0405/2016) sowie die Erkenntnisse aus dem industriepolitischen Dialog der Landeshauptstadt Kiel zugrunde gelegt.
Die beratende Kommission tagt mindestens zwei Mal im Jahr und berichtet im selben Turnus dem Wirtschaftsausschuss über aktuelle Entwicklungen und mögliche Handlungsziele. Hierzu können dem Wirtschaftsausschuss auch gemeinsame Erklärungen und Übereinkommen zur Stärkung und Stabilisierung des Wirtschafts- und Beschäftigungsstandorts Kiel vorgelegt werden.
Die Kommission fungiert als beratendes Gremium für den Wirtschaftsausschuss und setzt sich vorrangig aus Unternehmen/Arbeitgebern/Unternehmensverbänden, den Kammern, den Gewerkschaften, der Kieler Wirtschaftsförderung, der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter Kiel, den Regionalen Berufsbildungszentren, der Wissenschaft sowie den Vertreter/innen der Ratsfraktionen zusammen. Die Verwaltung wird hierzu gebeten, die verbindliche Zusammenarbeit der genannten Institutionen zu klären und dem Wirtschaftsausschuss im März 2017 zu berichten.

Begründung:
Veränderungen der Arbeitswelt insbesondere durch die „Digitalisierung“ oder „Industrie 4.0“ werden auch in Kiel zunehmend spürbar. Mit Blick sowohl auf die technologischen Entwicklungen als auch auf die Beschäftigungspotentiale gilt es die Chancen, Herausforderungen und Risiken des Wirtschafts- und Arbeitsstandortes Kiel zu analysieren und negativen Entwicklungen im Verbund entgegenzuwirken.
Dabei geht es neben Wirtschaftswachstum, der Sicherung bestehender und Schaffung neuer Arbeitsplätze auch um die Bedingungen für gute Beschäftigung in den Betrieben unserer Stadt zu erhalten und zugleich die Beschäftigten für die komplexen Anforderungen in der digitalen Arbeitswelt fit zu machen. Berufsbildung, Beschäftigung und Wirtschaft effektiv zu verzahnen wird damit zu einer zentralen Zukunftsaufgabe für Politik, Gewerkschaften und Unternehmen.
Die Kieler Fachkommission stellt zudem eine sinnvolle Plattform dar, um die exzellenten Innovationen der Bildungs- und Arbeitslandschaft in der Landeshauptstadt zu sichern, zu transportieren und fortzuentwickeln sowie die Zuverlässigkeit und Planungssicherheit in Wirtschaft, Berufsausbildung und Beschäftigung zu stärken. Die beratende Kommission unterstützt die kommunale Politik und Verwaltung in ihren Bemühungen zur Stabilisierung und Stärkung des Wirtschaftsstandortes und der Arbeitswelt.

gez. Ratsfrau Özlem Ünsal
gez. Ratsherr Peter A. Kokocinski
SPD-Ratsfraktion

gez. Ratsfrau Sigrid Schröter
CDU-Ratsfraktion

gez. Ratsherr Ralf Meinke
FDP-Ratsfraktion

gez. Ratsherr Marcel Schmidt
SSW-Ratsfraktion

gez. Ratsherr Stefan Rudau
Ratsfraktion Die Linke

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