Schulstandort im Kieler Norden - Antrag der FDP-Ratsfraktion

17.10.2014

 

Änderungsantrag

 

Die Beschlussvorlage erhält folgende Fassung:

Für den Erhalt eines Grundschul- und Sekundarstufen-I-Schulstandortes am Elendsredder wird folgende Variante 4 zum Beschlussvorschlag hinzugefügt:

Variante 4:

Bildung einer Außenstelle der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule am Standort in der Wik mit dem Ziel, mittelfristig wieder einen eigenständigen Schulstandort für die Sekundarstufe I in der Wik zu etablieren.

  • Die Friedrich Junge Gemeinschaftsschule bildet eine Außenstelle am Standort der Timm Kröger Schule und wird mit der auslaufenden Regionalschule (Gemeinschaftsschule) Timm Kröger Schule organisatorisch verbunden, § 147 Abs. 4 Schulgesetz Schleswig Holstein.
  • Ab dem Schuljahr 2015/16 wird  eine Außenstelle der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule am Standort Wik aufgebaut. Schülerinnen und Schüler können sich standortbezogen entweder für die Langenbeckstraße oder für die Wik anmelden. Die bisherige 3-Zügigkeit des Standorts Langenbeckstraße soll weiterhin möglich sein. Es muss mindestens 2-Zügigkeit gewährleistet werden. Die 1-Zügigkeit des Standorts Wik muss gewährleistet sein, die 2-Zügigkeit ist anzustreben.
  • Der Friedrich-Junge-Schule wird auf freiwilliger Basis die Möglichkeit eröffnet werden, ab dem Schuljahr 2015/16 jeweils eine 7. und/oder eine 8. Klasse zum Standort Wik wechseln zu lassen, wenn es organisatorisch möglich ist.
  • Ein Pendeln der Schülerschaft zwischen den beiden Standorten für den Unterricht muss grundsätzlich vermieden werden.
  • An beiden Standorten werden alle notwendigen Sanierungsarbeiten der Fachräume durchgeführt. Um ausreichende Räumlichkeiten für die Nachmittagsbetreuung der Friedrich-Junge-Grundschule zu gewährleisten, soll die Doppelraumnutzung geprüft werden.
  • Die Ratsversammlung bekräftigt ihr Ziel, die Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule am Standort Langenbeckstraße dauerhaft zu erhalten.
  • Die Ratsversammlung hat erfreut zur Kenntnis genommen, dass die Timm Kröger Schule ein lebhafte, mit großer Identifikation der Eltern, Schüler und Lehrer ausgezeichnete Schule ist, die selbstbewusst und positiv in die Zukunft blickt. Die Ratsversammlung bekräftigt ihr Ziel, diesen Weg zu unterstützen.
  • Die Ratsversammlung appelliert an das Land, den Personalschlüssel anzupassen, damit andere Schulen Kiels personell nicht benachteiligt werden.

 

Begründung:

Mit dem Änderungsantrag soll redaktionell eine klare Trennung zwischen Beschlussteil und Begründungsteil vorgenommen werden. Die Rolle der Timm Kröger Schule soll auch im Beschlusstext hervorgehoben werden. Diese Schule ist in der bisherigen politischen Diskussion vernachlässigt worden.  

Mittelfristig wird angestrebt, am Standort Wik mindestens eine Zweizügigkeit zu erreichen, was perspektivisch wieder eine Eigenständigkeit des Standortes ermöglichen würde. Durch die gut funktionierenden Strukturen der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule, das Engagement der Schulleitung, des Kollegiums und der Schüler- und Elternschaft sowie den
ausgezeichneten Konzepten wie beispielsweise der Berufsorientierung kann es gelingen, am
Standort Wik wieder eine attraktive Schule zu etablieren.

Im Zuge des Beteiligungsverfahrens zur Sicherstellung eines Sekundarstufen-I-Standortes gibt es Signale der Friedrich-Junge-Schule, den Aufbau eines Beschulungsangebotes in der Wik zu gestalten. Die Ideen sollen in den weiteren Entscheidungsprozess eingebunden werden.

Der Schulträger wird gebeten, von den zu beteiligenden Gremien Stellungnahmen zu der Variante 4 „Bildung einer Außenstelle der Friedrich-Junge-Gemeinschaftsschule am Standort in der Wik mit dem Ziel, mittelfristig wieder einen eigenständigen Schulstandort für die Sekundarstufe I in der Wik zu etablieren“ einzuholen und schnellstmöglich der Selbstverwaltung vorzulegen.

Bei einer angestrebten Zweizügigkeit am Standort Wik würden auch ohne Pendeln ausreichend Wahlpflichtmodule realisiert werden können – auch unter Einbeziehung der Lehrkräfte der auslaufenden Regionalschule, die im Rahmen der organisatorischen Verbindung ein Kollegium für den Standort Wik verstärken. Auch für das Kollegium wird angestrebt, dass die LehrerInnen möglichst nur an einem Standort arbeiten. In der Anfangsphase werden aber möglicherweise LehrerInnen an beiden Standorten eingesetzt werden müssen, die dadurch entstehenden Belastungen sind jedoch so weit wie möglich einzuschränken. Gemeinsame Schulveranstaltungen von Kollegien und Schülerinnen und Schülern beider Standorte sind hingegen zu begrüßen. Um ausreichende Räumlichkeiten für die Nachmittagsbetreuung der Friedrich-Junge-Grundschule zu gewährleisten soll die Doppelraumnutzung geprüft werden. Auf einen Anbau am Standort Langenbeckstraße wird jedoch verzichtet.

gez. Hubertus Hencke
Fraktionsvorsitzender

f. d. R. Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer

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