Urbane Gebiete

06.04.2017

Betr.: Urbane Gebiete

Antrag

Die Verwaltung wird gebeten, bis zum dritten Quartal 2017 darzustellen,

  1. wie sich die Einführung der neuen Gebietskategorie „Urbanes Gebiet“ auf die Landeshauptstadt Kiel auswirken könnte bzw. wird und
  2. welche Pläne die Verwaltung zum Umgang mit dieser neuen Gebietskategorie verfolgt.

Begründung:
In der Landeshauptstadt Kiel bestehen, wie auch in anderen Städten, Engpässe bei freien, noch bebaubaren Flächen, was zu zunehmender Konkurrenz zwischen Wohnbebauung und gewerblicher Flächennutzung führt.
Vor diesem Hintergrund ist die Einführung der neuen Gebietskategorie „Urbanes Gebiet“, durch die der Bund das Bauplanungsrecht ergänzt hat, zu sehen. 

Mit dem „Urbanen Gebiet“ soll das Leitbild einer Stadt mit kurzen Wegen, Arbeitsplätzen vor Ort und einer guten sozialen Mischung verfolgt werden, indem künftig möglich sein soll, das vorhandene Potenzial zur Aufstockung bestehender Gebäude besser auszunutzen, bestimmte gewerbliche Nutzungen besser in die Stadtteile zu integrieren und durch die Nähe von Wohnen und Arbeiten Verkehr zu reduzieren.
Hierzu ist beispielsweise der Pressemitteilung Nr. 082/2017 des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit vom 10. März 2017 Folgendes zu entnehmen:

„Die Baurechtsnovelle schafft neue Möglichkeiten für das Zusammenleben in der Stadt. Sie macht den Weg frei für eine dynamische, zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Das urbane Gebiet als Herzstück dieser Novelle schafft neue Perspektiven für eine lebendige und vielfältige Stadtgesellschaft. Kommunen können Wohnen, Arbeiten und Freizeit besser miteinander in Einklang bringen. Diese Mischung erleichtert vielerorts die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum. Mit dem urbanen Gebiet realisieren wir das neue Leitbild unserer Stadtentwicklungspolitik: die funktionsgemischte, nachhaltige europäische Stadt der kurzen Wege.
Gegenüber den herkömmlichen Gebietskategorien wie Wohngebiet, Gewerbegebiet und Mischgebiet schafft das "Urbane Gebiet" mehr Gestaltungsspielraum. Die neue Gebietskategorie erlaubt es, dichter und höher zu bauen.
Weitere Begründung erfolgt mündlich. 

gez. Christina Musculus-Stahnke
Fraktionsvorsitzende

f. d. R. Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer

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