Wasserbus

12.09.2016

Betr.: Wasserbus

Antrag

  1. Die Ratsversammlung sieht in einem Wasserbus auf der Förde eine Maßnahme zu Steigerung der touristischen Attraktivität der Landeshauptstadt Kiel.
  2. Die Verwaltung wird daher gebeten zu prüfen, welche technischen Voraussetzungen ein Wasserbus erfüllen muss, um die Kieler Förde befahren zu dürfen.
  3. Basierend auf den unter 2. gewonnenen Erkenntnissen und den Ausführungen der „Machbarkeitsstudie zum Ausbau der Fördeschifffahrt“ (S. 29-41) wird die Verwaltung gebeten, nach einem Investor für Rampen und Fahrzeug Ausschau zu halten, der einen Wasserbus in privater Trägerschaft für Hafen- und Stadtrundfahrten in Kiel betreibt.
  4. Die Selbstverwaltung ist bis zum 1. Quartal 2017 über die Ergebnisse zu informieren.

Begründung
Wasserbusse sind als innovatives Förde-Erlebnisangebot zu verstehen. So ist beispielsweise im Frühjahr 2016 in Hamburg der „Riverbus“ als neue Touristenattraktion an den Start gegangen, in Köln wurde kürzlich die Stadtverwaltung mit der Prüfung der Rheinquerung per Wasserbus beauftragt, dort als Ergänzung des regionalen ÖPNV.
„Amphibienbustouren informieren und befahren die innere Förde z. B. für Kreuzfahrer (...). Start und Ziel ist z. B. beim Anleger Seegarten am Schifffahrtsmuseum. Der Amphibienbus kann unabhängig von der Fördeschifffahrt betrieben werden, falls sich ein entsprechender Investor für das Fahrzeug und die Rampen findet.“ (Machbarkeitsstudie zum Ausbau der Fördeschifffahrt, Endbericht April 2011, S. 41).
Um die Trennwirkung der Förde durch verkehrliche Maßnahmen zu verringern und zugleich das touristische Angebot zu erhöhen, sind privatwirtschaftliche Lösungen auf ihre Realisierbarkeit hin zu untersuchen.
Im Gegensatz zu der im Rahmenplan Kieler Förde (Fördeatlas IV, Zielplanung, S.29) formulierten Auffassung, dass ein Wasser- bzw. Amphibienbus ein Projekt darstelle, welches nur „in einem übergeordneten Planungskontext“ weiter verfolgt werden könnte (z.B. LandesWasserGartenSchau), ist die FDP-Ratsfraktion der Auffassung, dass dieses Projekt in privater Trägerschaft auch losgelöst von einem übergeordneten Planungskontext realisiert werden kann.
Weitere Begründung erfolgt mündlich.

gez. Christina Musculus-Stahnke
Fraktionsvorsitzende

f. d. R. Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer

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