Baden in der Förde: Kooperation lässt Bau eines Stadtstrandes prüfen

24.08.2018

Kiel, 24.08.2018

Baden in der Förde: Kooperation lässt Bau eines Stadtstrandes prüfen

Die Ratsversammlung hat am 23. August der Verwaltung den Auftrag gegeben, mögliche Standorte eines Stadtstrandes in Innenstadtnähe zu untersuchen und das Prüfergebnis im nächsten Jahr vorzulegen. Hintergrund war ein Antrag der Kooperation aus SPD, Grünen und FDP.

Aus Sicht des sportpolitischen Sprechers Philip Schüller (SPD) bietet ein Stadtstrand viele Vorteile: „Ein Stadtstrand ist für Familien besser erreichbar, um schnell ins Wasser zu kommen. Ziel unseres Vorstoßes ist eine kostenlose innerstädtische Bademöglichkeit. Im Vergleich mit anderen Ideen lädt ein echter Strand mehr zum Verweilen ein. Die Kieler*innen können dort Sport wie Beachvolleyball treiben. Für uns ist selbstverständlich, dass ökologische Standards erfüllt sein müssen und die Wasserqualität gut ist. Um Auskunft über die Realisierungsmöglichkeiten zu erhalten, haben wir nun die Prüfung in Auftrag gegeben.“

Die sportpolitische Sprecherin Annkathrin Hübner und Christina Musculus-Stahnke (FDP) möchten Kiels Lage am Wasser stärker nutzen. „Mit der Realisierung eines Stadtstrands können wir die Möglichkeiten ausschöpfen, die Kiels Lage bietet. Es geht dabei um mehr als um die reine Bademöglichkeit. Auch die Innenstadt kann von einem attraktiven Strand profitieren. Wir schaffen hiermit ein Angebot insbesondere auch für Menschen, die sich eine Fahrt an die weiter draußen liegenden Strände aus finanziellen, zeitlichen, gesundheitlichen oder anderweitigen Gründen nicht ermöglichen können, so Musculus-Stahnke.
„Ich halte einen Strand an der Hörnspitze für die beste Idee, denn damit könnten wir Ost- und Westufer miteinander verbinden und das neue Hörnbad mit einem Freiluftangebot ergänzen. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse der Prüfung“, ergänzt Annkathrin Hübner.

Die Sportpolitikerin Daniela Sonders (Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen) zeigt sich erfreut, dass alle Kieler Fraktionen im Rat sich einig sind, die Menschen ans Wasser zu bringen: „Wir wünschen uns einen frei zugänglichen Strand, der in kurzer Zeit von Ost- und Westufer erreicht werden kann. Als Grüne befürworten wir es, dass Kieler*innen und ihre Besucher*innen schnell ‚Sand unter den Füßen‘ erleben können – vorbehaltlich einer positiven ökologischen Prüfung. Wenn dies nicht möglich ist, sollen alle Alternativen geprüft werden. Wir freuen uns weiterhin auf eine parteiübergreifende Diskussion.“

 

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