„Die Defizite bei der Umsetzung der Mobilitätswende treten erneut zu Tage“

02.09.2021

Auf die Kritik der FDP-Ratsfraktion stößt der heute (02.09) im Bauausschuss zur Diskussion stehende Antrag der Verwaltung zur Umwandlung von Fahrstreifen des Kfz-Verkehrs zugunsten des Radverkehrs. Die verkehrspolitische Sprecherin Christina Musculus-Stahnke erklärt hierzu:

„Die Vorlage ist in dieser Form nicht entscheidungsreif, denn durch den Antrag der Verwaltung treten die strukturellen Defizite bei der Umsetzung der Mobilitätswende in Kiel erneut zu Tage. Dies lässt sich insbesondere an folgenden Punkten festmachen:

  • Zum einen findet eine Kommunikation mit den von den Maßnahmen Betroffenen - Gewerbetreibende und Privathaushalte - im Vorwege nicht oder nur unzureichend statt.
  • Außerdem werden die räumlichen, auch kleinräumlichen, verkehrlichen Wirkungen der ins Auge gefassten Schritte nicht analysiert.
  • Und schließlich ist völlig unklar, wo die Stadt auf dem Weg zu der beschlossenen Änderung des Modal Split gegenwärtig überhaupt steht. Das macht es unmöglich, Umfang und Qualität der Maßnahmen im Sinne der Zielerreichung zu justieren. Die gewünschte Wirkungsorientierung und möglicherweise notwendiges Nachsteuern kann daher nicht erfolgen.

Unterm Strich wird hier einmal mehr deutlich, dass ein ganzheitliches Verkehrskonzept fehlt, welches für die jeweiligen Maßnahmen die verkehrlichen Auswirkungen und die Konsequenzen für die einzelnen Verkehrsarten darstellt und auch mit Blick auf den Model Split bewertet.“

V.i.S.d.P.

Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer   

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