„Die Studie Kiel Kreativ Index ist eine Ohrfeige für die Verwaltungsspitze“

19.01.2023

Nach Auffassung des wirtschaftspolitischen Sprechers der FDP-Ratsfraktion, Dr. Ingmar Soll, zeigt die „Studie Kiel Kreativ Index – „Kiel - eine aufstrebende kreative Stadt“, mit der sich der Rat am 19.01. befassen wird, sehr deutlich auf, was die Stadt in diversen Bereichen schon längst hätte anpacken müssen, aber in der Vergangenheit versäumt hat. Dr. Soll weiter:

„Wer sich diese umfangreiche Vorlage durchliest, wird nicht umhinkommen, diese auf die folgende Feststellung zu verdichten: „Die Landeshauptstadt Kiel bleibt hinter ihren Möglichkeiten zurück“.

Eine ungenügende strategische Gesamtausrichtung, also der fehlende „rote Faden“, bürokratische Hemmnisse, Versäumnisse bei der Förderung des Gründertums und der Gewinnung von Talenten, ein relativ schwacher Einzelhandel und Probleme in Bezug auf Anbindung und Erreichbarkeit sind die augenfälligsten Defizite, die diese Studie deutlich benennt.

Das Tragische dabei ist, dass diese Handlungsfelder schon längst entschlossener hätten angepackt werden müssen, was die Verwaltungsspitze in der Vergangenheit aber offenbar versäumt hat.

Dabei gab und gibt es Vorschläge und Beschlüsse genug. So hat die FDP-Ratsfraktion zum Beispiel immer wieder eine abgestimmte Strategie zur Gründerstadt und auch zur Gewinnung von Investoren aus Skandinavien eingefordert und auf die Notwendigkeit des Abbaus bürokratischer Hemmnisse hingewiesen.

Es ist also einiges versäumt worden - der dadurch entstandene Raum für Verbesserungen wird durch die Studie beschrieben. Daher sollte die Selbstverwaltung, aber in erster Linie die Verwaltungsspitze, diese Studie und die darin enthaltenen Handlungsempfehlungen als deutlichen Weckruf auffassen und entsprechende Konsequenzen daraus ziehen.“

V. i. S. d. P.
Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer

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