Digitalisierung der Schulen: Kooperation zieht positive Zwischenbilanz

18.02.2021

Die Stadtverwaltung hat der Ratsversammlung eine umfangreiche Übersicht über den Stand zur Digitalisierung der Schulen vorgelegt. Die schulpolitische Sprecherin Antje Möller-Neustock (SPD), Andrea Hake (Bündnis 90/Die Grünen) und der Vorsitzende des Ausschusses für Schule und Sport, Christian Ziesmann (FDP), ziehen eine positive Zwischenbilanz: „Die Vorlage zeigt, welche Vielzahl an Themen angepackt werden muss auf dem Weg zur gesamtdigitalen Schule. Der große Sanierungsbedarf an den Schulen ist auch hier Thema, denn Grundlage für die Digitalisierung der Schulen sind gute Strom- und Datennetze, die in vielen Schulgebäuden noch deutlich ausgebaut werden müssen. Dass die Stadtverwaltung im Schulbau insgesamt neue Wege geht, begrüßen wir auch deshalb sehr.“ Die Förderprogramme von Bund und Land habe die Stadt zügig aufgegriffen und umgesetzt und so die Schulen vorangebracht.

Die Sprecherin für Digitalisierung, Christina Schubert (SPD), Sven Krumbeck (Bündnis 90/Die Grünen) und Annkathrin Hübner (FDP) loben die Trennung zwischen zentraler IT-Beschaffung und -Verwaltung, die die Stadt den Schulen anbietet, und den lokalen Schulbudgets: „Die Stadtverwaltung hat die Schulen entlastet, wo es nötig war, und beispielsweise die Pflege der Server zentralisiert. So übernimmt die Stadt die Digitalisierungsaufgaben, die überall gleich sind, und die Schulen können sich stärker auf die pädagogischen Fragen konzentrieren. Erfreulich ist auch, dass die Lernplattformen, die die Schulen selbst schon länger nutzen, gut funktionieren! So sind die Schulen nicht darauf angewiesen, mitten in der Hochphase des Lernens auf Distanz die Plattform zu wechseln und Probleme zu riskieren.“

Bei der Zusammenarbeit mit dem Land sei aber insgesamt noch Luft nach oben, so Möller-Neustock, Hake und Hübner: „Sowohl bei den Lernplattformen als auch bei der Beschaffung von Hardware sind wir als Kommune letztlich vom Land abhängig. Auch brauchen die Lehrkräfte bessere und mehr Qualifizierungsangebote. Hier reicht es dann nicht, immer auf die Kommunen zu zeigen und mit den eigenen Aufgaben hinterherzuhinken. Wichtig ist vielmehr, als Land und Kommune gemeinsam den Bedarf der Schulen zu erkennen und umzusetzen. Wir freuen uns deshalb auf die anstehende Bildungskonferenz und die vielen Gespräche mit den Schulen.“ Diese seien sinnvolle und gute Formate, die weitere Erkenntnisse und Umsetzungsschritte bringen würden.

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