Holstein-Stadion: Rentabilität nicht aus den Augen verlieren!

20.12.2022

In der aktuellen Diskussion um den Stadionneubau sieht die baupolitische Sprecherin der FDP-Ratsfraktion, Christina Musculus-Stahnke, die Notwendigkeit, Kosten zu senken. Sie mahnt aber zugleich an, den Aspekt der Rentabilität nicht aus den Augen zu verlieren. Musculus-Stahnke weiter:

Die Förderung von Holstein Kiel und Investitionen in das Stadion sind eine Investition in den Standort, sie sind Wirtschaftsförderung und generieren Wertschöpfung und Steuereinnahmen.

Dennoch ist folgendes zu berücksichtigen: Der hohe Sanierungsstau in Höhe von rund einer Milliarde Euro, der damit fast so hoch ist wie das städtische Haushaltsvolumen, und die Tatsache, dass das Land auch die Investitionen des kommenden Haushalts kürzen wird, verstärken die Notwendigkeit, Einsparpotentiale beim Um- und Neubau des Stadions zu erschließen. Die FDP-Ratsfraktion hat dies bereits vor Monaten gefordert und begrüßt, dass nun auch der Sportdezernent die Kosten senken will, ohne dabei die Erstligatauglichkeit zu gefährden.

Der Aspekt der Rentabilität muss jedoch berücksichtigt werden: Denn bei Stadionneu- und Umbauten sind auch zusätzliche Nutzungen anzustreben, um zur Kostendeckung weitere Einnahmequellen mit verhältnismäßig großer finanzieller Sicherheit zu generieren. Das angedachte Kongresszentrum - also die Mehrfachnutzung des ohnehin für die VIP- und Businessgäste der Fußballspiele erforderlichen Businessbereichs für Kongresse und Events - ist dringend notwendig.
Solche Einnahmen durch Mehrfachnutzung haben gegenüber denen aus dem Spielbetrieb den Vorteil, dass sie unabhängig vom sportlichen Erfolg des Fußballteams sind und das wirtschaftliche Risiko des Stadionbetriebs mindern.
Es ist also davor zu warnen, das Kongresszentrum kleiner ausfallen zu lassen, so wie es der Sportdezernent dem Vernehmen in Erwägung zieht.“

V. .i. S. d. P.
Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer

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