Kooperation fordert Diskussion über Einkaufsstraße der Zukunft

16.09.2020

Um die Innenstadt, die Holtenauer Straße und die Stadtteilzentren attraktiv zu gestalten, seien weitere „mutige und entschlossene Schritte“ nötig, so die wirtschaftspolitische Sprecherin Christina Schubert (SPD), Dirk Scheelje (Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Ingmar Soll (FDP). Mit einem Antrag zur Ratsversammlung wollen sie den Grundstein legen, um die begonnene neue Dynamik in den von Geschäften geprägten Straßen zu erhalten und zu verstärken: „Die harten Einschnitte durch die Corona-Pandemie haben die vorhandenen Herausforderungen beschleunigt. Umso wichtiger ist es, dass die Stadt die lokale Wirtschaft mit den richtigen Maßnahmen unterstützt.“ Schubert, Scheelje und Dr. Soll denken beispielsweise daran, ein Reallabor „Einkaufsstraße der Zukunft“ in der Holstenstraße einzurichten, also einen Ort, an dem neue Technologien und Geschäftsmodelle erprobt werden können. Dort könne ein besonderer Schwerpunkt auf die Entwicklung des Einzelhandels und dessen Auswirkungen auf Einkaufsstraßen und Stadtteilzentren gelegt werden.

Der Kleine-Kiel-Kanal in der Innenstadt zeige, welchen positiven Effekt entschlossenes städtisches Handeln haben könne. „Mit unserem Antrag knüpfen wir ebenso an das Einzelhandelskonzept an, das sich derzeit in der Beratung befindet, wie an neue Ideen für die Plätze in der Innenstadt“, erläutern die Rats-Politiker*innen. Einkaufsstraßen würden in der Zukunft nicht mehr nur von Geschäften geprägt, sondern müssten als attraktive Aufenthaltsorte mit Angeboten für Freizeitaktivitäten, mit Lern- und Arbeitsräumen und Veranstaltungen verstanden werden, so Schubert, Scheelje und Dr. Soll. Da hierzu städtebauliche Maßnahmen nötig seien, solle die Stadt sich aktiv um Fördermittel bemühen: „Die landespolitische Diskussion, die Innenstädte der Kommunen stärker zu unterstützen, begrüßen wir sehr. Aus kommunaler Sicht sollte der vom Landtag derzeit beratene Vorschlag unbedingt umgesetzt werden.“

Bei ihren Ideen wollen Schubert, Scheelje und Dr. Soll die Eigentümer*innen und Gewerbetreibenden aktiv einbinden. Wichtige Ausgangspunkte dafür seien die sehr guten kurzfristig in der Hochphase des Lockdowns entstandenen Initiativen und Netzwerke wie die Plattform „KIEL hilft KIEL“ ebenso wie das etablierte Leerstandsmanagement von Kiel Marketing. „Wir wollen dabei künftig auch Umnutzungen von bisherigen Geschäftsräumen erleichtern. Das Einzelhandelskonzept alleine kann nicht die zukünftige Entwicklung abbilden und die richtigen Antworten darauf finden. Deshalb wollen wir mit unserem Antrag die Diskussion über die Einkaufsstraße der Zukunft antreiben“, so Schubert, Scheelje und Dr. Soll abschließend.

 

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