Mehr Mut für gute Luft

29.08.2018

Mehr Mut für gute Luft

Der BUND hat am Ostring die Luftqualität getestet und ist zu erschreckenden Ergebnissen gekommen. Zwar gilt die angewendete Methode als umstritten, aber es ist bereits länger bekannt, dass auch an anderen Stellen als am Theodor-Heuss-Ring die Stickoxidbelastung zu hoch ist. „Was diese Stadt braucht, ist schnelles und entschlossenes Handeln aller Beteiligten“, fordern der umweltpolitische Sprecher Max Dregelies (SPD), Dr. Martina Baum (Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen) und Dr. Ingmar Soll (FDP).

Der umweltpolitische Sprecher Max Dregelies (SPD) erklärt dazu: „Wir werden die Luftqualität nur verbessern können, wenn wir auf verschiedenen Ebenen aktiv werden.“ SPD, Grüne und FDP sind sich einig, dass es einen massiven Ausbau des Fahrradverkehrs brauche, eine Stärkung des Busverkehrs, eine Stadtbahn und endlich mehr Bäume an den Straßen. Dr. Martina Baum (Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen) fordert eine tiefgreifende Mobilitätswende in der Landeshauptstadt, „wenn es gelingen soll, neben den Stickoxid- auch die Lärm- und Feinstaubbelastung vielerorts nachhaltig zu senken.“ Dr. Ingmar Soll (FDP) nimmt auch die Bundesregierung in die Pflicht: „Die vielbeschworene Verkehrswende ist nichts, was wir als Stadt alleine schaffen können. Wir brauchen mehr Unterstützung vom Bund, gerade wenn es darum geht, die städtische Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge umzurüsten.“

Die Stadt versucht mit einem Arbeitskreis „Luftqualität“ noch mehr Akteure in die Planung einzubinden. Alle Maßnahmen, welche die Stadt bereits ergriffen hat oder noch vornehmen wird, werden aber einige Zeit brauchen, bis sie Ergebnisse liefern. Der umweltpolitische Sprecher Max Dregelies (SPD) und Dr. Martina Baum (Grüne) wünschen sich daher: „Lassen Sie Ihr Auto stehen und fahren Sie Rad, Bus oder Bahn. Wir alle müssen uns fragen, ob wir nicht bei einigen Strecken den PKW stehen lassen können. Dann wird die Luft in Kiel auch wieder ganz schnell besser.“

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