„Rot und Grün werfen standortpolitische Vernunft über Bord“

01.12.2021

Die FDP-Ratsfraktion kritisiert die Standortpolitik der der Kieler Rathauskooperation. Hintergrund ist ein Antrag von SPD und Grünen, wonach der Aufstellungsbeschluss zum B-Plan „Boelckestraße Süd“ dahingehend geändert werden soll, dass ein komplettes Baufeld nicht mehr für die Bebauung vorzusehen ist. Der wirtschaftspolitische Sprecher Dr. Ingmar Soll erklärt hierzu:

„Gewerbegebiete generieren Investitionen, die wiederum für Arbeitsplätze und Steuereinnahmen sorgen – es werden also Wirkungen erzeugt, die die Landeshauptstadt Kiel angesichts der angespannten Haushaltslage umso dringender benötigt.

Zudem liegt der städtische Gewerbeflächenbedarf bei jährlich rund fünf Hektar. Eine flächenarme Stadt wie Kiel kann es sich daher nicht erlauben, auf verfügbare und - wie in diesem Fall - verkehrlich gut angebundene Flächen zu verzichten.

Es ist daher unverständlich, diese Erkenntnisse aus umweltpolitischen Gründen über Bord zu werfen und Entwicklungspotentiale nicht zu nutzen.
Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass der noch geltende Aufstellungsbeschluss vor knapp fünf Jahren noch einstimmig im Bauausschuss gefasst wurde – der nun offenbar eingetretene Sinneswandel der Kooperationsfraktionen ist kein Zeichen für verlässliches Handeln.“

V.i.S.d.P.
Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer   

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