SKK-Service-GmbH: „Rechtssichere und wirtschaftlich tragfähige Lösung finden!“

21.10.2021

In der gestrigen Sitzung des Hauptausschusses hat die Verwaltungsspitze der Geschäftsführung des Städtischen Krankenhauses Kiel (SKK) empfohlen, die Beschäftigten der SKK-Service GmbH ab 2024 nach TVöD zu bezahlen. Hierzu erklärt die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion, Christina Musculus-Stahnke:

„Grundsätzlich ist die Empfehlung zur Bezahlung nach TVöD ein erster Schritt auf dem langen Weg zu einer dauerhaften Lösung. Denn die berechtigte Forderung der Beschäftigten der SKK-Service GmbH nach leistungsgerechter Entlohnung ist nicht von der Hand zu weisen.

Andererseits aber wird auch das SKK nach kaufmännischen Grundsätzen geführt und ist zur Wirtschaftlichkeit verpflichtet. Dauerhafte Defizite sind daher zu vermeiden, auch um die Investitionsfähigkeit nicht zu gefährden. Eine Bezuschussung durch die Stadt wirft beihilferechtliche Probleme auf.

Die Tarifpartner sind nun in einem ersten Schritt aufgefordert, eine in diesem Spannungsfeld geeignete Lösung zu finden. Langfristig aber ist die gegenwärtige Krankenhausfinanzierung auf den Prüfstand zu stellen, um die finanzielle Leistungsfähigkeit der Häuser im Interesse der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten.

Letztlich kann nur so vermieden werden, dass die vollmundigen Bekenntnisse zum TVöD nicht wie Luftblasen zerplatzen. Das hätten die Beschäftigten am allerwenigsten verdient.

Im Übrigen war es außerdem nicht sonderlich hilfreich, dass die Verwaltung das bereits 2020 geforderte Konzept zur Realisierung der Bezahlung der Beschäftigten der SKK Service GmbH nach TVöD erst so spät und ohne wirklich konstruktive Vorschläge vorgelegt hat.

V.i.S.d.P                                                                                                 

Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer      

 

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