Ein Diesel-Fahrverbot würde Kiel weitgehend lahmlegen

27.02.2018

Presseinformation

Nr. 11 / 2018    Kiel, 27. Februar 2018

Umweltpolitik

Ein Diesel-Fahrverbot würde Kiel weitgehend lahmlegen

Zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, wonach Diesel-Fahrverbote grundsätzlich zulässig seien, sagt FDP-Fraktionschefin Christina Musculus-Stahnke:

„Von den über 100.000 in Kiel zugelassenen PKW sind rund ein Drittel Dieselfahrzeuge. Bei den über 9.000 Nutzfahrzeugen beträgt der Diesel-Anteil sogar über 95 Prozent. Angesichts dieser Zahlen kann man sich leicht ausmalen, dass das ins Gespräch gebrachtes Diesel-Fahrverbot Kiel mehr oder weniger lahmlegen würde.
Betroffen wären nicht nur der Versorgungs- und Wirtschaftsverkehr, sondern auch weite Teile des Öffentliche Personennahverkehrs. Hinzu kommen die Menschen, die mit einem Diesel nach Kiel pendeln.

Eine weiträumige Fahrverbotszone wird sich nicht durchsetzen lassen, punktuelle Zonen werden zu Ausweichverkehren führen, die unterm Strich kontraproduktiv sind. Viele würden und müssen trotzdem mit ihrem Auto fahren, weil sie gar keine anderen Möglichkeiten haben. Letztlich sind doch nicht die Diesel-Fahrer in die Verantwortung zu nehmen, sondern die Autohersteller.

Vor diesem Hintergrund sind alle Beteiligten aufgefordert, weiter konsequent andere Lösungen als Diesel-Fahrverbote zu erarbeiten.“

V. i. S. d. P.                                                                                           

Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer       

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