Gründlichkeit vor Schnelligkeit – Über eine Internationale Schule in Kiel

15.11.2018

Gründlichkeit vor Schnelligkeit – Über eine Internationale Schule in Kiel


Die Kooperation zeigt sich verwundert über die Tatsache, dass die CDU einseitig erklärt, ein internationales Angebot stünde konzeptionell zur Verfügung.

„Dieser Alleingang ist insofern ungewöhnlich, als dass im letzten Ausschuss für Schule und Sport beschlossen wurde, gemeinsam mit der Verwaltung ein Konzept für ein internationales Schulangebot in Kiel zu entwickeln“, sagt Tobias Friedrichs, schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion. „Wir benötigen ein internationales Schulangebot, um auch für internationale Arbeitnehmer*innen attraktiv zu sein.“

„Der Bedarf ist da“, stellt Andrea Hake, schulpolitische Sprecherin der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen fest. „Dabei dürfe vor lauter Aktionismus jedoch nicht eine gründliche Vorbereitung vernachlässigt werden, mit der ein solches Großprojekt einhergeht. Gründlichkeit vor Schnelligkeit sollte daher die Devise sein.“

Im kommenden Jahr plant die Verwaltung gemeinsam mit allen Parteien einen Austausch mit verschiedenen internationalen Schulangeboten in ganz Deutschland und damit verbunden die Erstellung eines passgenauen Konzepts mit allen Beteiligten für die Stadt Kiel.

„Wir müssen die vielen Ausgestaltungsmöglichkeiten wie der Trägerschaft, staatlich oder privat, der Option des Schulgeldes sowie der Entscheidung, den internationalen Abschluss ausschließlich erlangen zu können oder zusätzlich zum nationalen Bildungsabschluss, zunächst eruieren. Die Chance, sich verschiedene erfolgreiche Konzepte anzusehen, ist eine wichtige Voraussetzung um ein auf Kiel zugeschnittenes, optimales Modell zu entwickeln,“ betont Annkathrin Hübner (FDP).

Der Aufbau eines durchgängigen internationalen Schulangebotes von der ersten Klasse bis zum Abitur bzw. dem internationalen Abschluss IB wird nach den Erfahrungen anderer sehr viele Jahre in Anspruch nehmen. Daher ist es sinnvoll, zusätzlich auch eine Erweiterung bereits bestehender Angebote an Kieler Schulen in Betracht zu ziehen, um möglichst zeitnah eine Perspektive vor allem für Kinder internationaler Fachkräfte anbieten zu können.

Bisher wurden große schulpolitische Themen immer im Konsens der Parteien bearbeitet und beschlossen. Die Kooperation hofft, dass dies auch für das internationale Schulangebot der Fall sein wird und appelliert an die CDU, sich an dem im Ausschuss für Schule und Sport abgestimmten Verfahren und der damit verbundenen Vorgehensweise zu beteiligen.

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