Holsteinstadion: Investition muss Sport und Stadtteil insgesamt nutzen

05.07.2018

Holsteinstadion: Investition muss Sport und Stadtteil insgesamt nutzen

 

SPD, Grüne und FDP legen zur Sitzung der Ratsversammlung am 5. Juli einen differenzierten Antrag vor, mit dem sich die Ratsversammlung zum weiteren Ausbau des Holsteinstadions und zur damit verbundenen weiteren Finanzierung bekennt. Gleichzeitig wollen sie dem Oberbürgermeister für die weiteren Verhandlungen mit Land und Investoren konkrete Vorstellungen der Ratsversammlung mit auf den Weg geben, deren Beachtung für SPD, Grüne und FDP Voraussetzung für eine abschließende Investitionsentscheidung sind. Insbesondere sollen weitere Nutzungsmöglichkeiten über die Heimspiele von Holstein Kiel hinaus geprüft werden.

SPD-Sportpolitiker Philip Schüller macht deutlich, dass ein Gesamtkonzept für den Stadionausbau wichtig sei und dabei belastbare Zahlen zu verschiedenen Varianten vorliegen müssten. „Private Investoren müssen sich mit mindestens 10 Millionen Euro am Bau beteiligen“, so Schüller. „Bei einer Investition ins Holsteinstadion wollen wir außerdem den sonstigen Kieler Sport mit einem erweiterten Investitionspaket Breitensport unterstützen. “

Die für Sport zuständige FDP-Ratsfrau Annkathrin Hübner erläutert: „Wir bekennen uns mit dem Antrag grundsätzlich zu einem Ausbau des Stadions und unterstützen damit auch den Beschluss des Landtages. Allerdings gehen wir mit unserem Antrag darüber hinaus: Wir wollen weitere wichtige Aspekte in die Prüfung einbeziehen, bevor die Ratsversammlung die Investitionsentscheidung trifft.“

Daniela Sonders, sportpolitische Sprecherin der Grünen, fügt hinzu: „Das Holsteinstadion muss auch neben den Heimspielen des Vereins Holstein Kiel genutzt werden können, zum Beispiel für Breitensportveranstaltungen, für kulturelle Veranstaltungen wie Kirchentage oder das Sommertheater. Wir können uns auch vorstellen, eine Kindertagesstätte in den Bau zu integrieren oder Räume für Vereine aus der Nachbarschaft.“

Gemeinsam erhoffen sich die Sportpolitiker*innen von SPD, Grünen und FDP eine breite Mehrheit in der Ratsversammlung für ihren Vorschlag. Damit könne der Spitzenfußball in Kiel unterstützt werden und gleichzeitig profitierten Sport und Gesellschaft in Kiel über den Verein Holstein Kiel hinaus. Angesichts der Debatte um die Zukunft der Holstein Women erwarten SPD, Grüne und FDP außerdem, dass der Verein Holstein Kiel sich klar zur Unterstützung von Vielfalt und der Gleichstellung von Frauen und Männern in allen derzeit ausgeübten Sparten und zur Durchführung entsprechender Projekte bekennt.

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