Maßnahmenvorschläge zum Theodor-Heuss-Ring: FDP-Ratsfraktion unterstützt Weg der Verwaltung

18.12.2018

Maßnahmenvorschläge zum Theodor-Heuss-Ring: FDP-Ratsfraktion unterstützt Weg der Verwaltung

Zu den Maßnahmenvorschlägen der Stadt, die Grenzwerte für Stickstoffdioxid am Theodor-Heuss-Ring einzuhalten, erklärt Dirk Becker, Mitglied für die FDP-Ratsfraktion im Innen- und Umweltausschuss:

„Die FDP-Ratsfraktion unterstützt den Weg der Verwaltung, alle kurzfristig umsetzbaren und auch kurzfristig wirksamen Maßnahmen zu ergreifen, die die Gesundheit der Anwohner schützen und zugleich die Möglichkeit eröffnen, ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge zu vermeiden.

Schließlich sind von den über 100.000 in Kiel zugelassenen PKW rund ein Drittel Dieselfahrzeuge. Und bei den über 9.000 Nutzfahrzeugen beträgt der Diesel-Anteil sogar über 95 Prozent. Angesichts dieser Zahlen kann man sich leicht ausmalen, dass ein Diesel-Fahrverbot Kiel mehr oder weniger lahmlegen würde. Betroffen wären nicht nur der Versorgungs- und Wirtschaftsverkehr, sondern auch weite Teile des Öffentliche Personennahverkehrs. Hinzu kommen die Menschen, die mit einem Diesel nach Kiel pendeln.

Wie die Praxis aber zeigt, hat eine Stadt mit hohen Stickoxidwerten kaum eine Chance, Fahrverbote zu vermeiden, wenn sie nicht über einen aktuellen Luftreinhalteplan verfügt. Daher ist es mehr als erfreulich, dass Kiel nun den Weg hin zu einem Luftreinhalteplan einschlägt – Denn unterm Strich stehen die Chancen nicht schlecht, dass das Umweltministerium die von der Stadt vorgeschlagenen Maßnahmen positiv bewertet und von Dieselfahrverboten absehen wird.

Gleichwohl sind langfristig natürlich Maßnahmen zu ergreifen, die an der Ursache ansetzen. Hierzu müssen der Bund und die Autoindustrie endlich mit aller Entschlossenheit auf einen umweltfreundlichen Flottenwechsel hinwirken.“

V. i. S. d. P.                                                                                          

Peter Helm
Fraktionsgeschäftsführer       

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