Wohnungsbau: Es geht voran!

06.07.2018

Wohnungsbau: Es geht voran!

Die Ratsversammlung hat in ihrer Sitzung am Donnerstag, 5. Juli 2018, drei Vorlagen beraten, die den Wohnungsbau in Kiel nach vorne bringen können. Zu den behandelten Projekten zählen das inklusive Wohnprojekt „Hof Hammer“, sozialer Wohnungsbau in der Droysenstraße und die Projekte für Wohnen und Gewerbe an der Hörn.
Auf dem Hof Hammer sollen 200 Wohneinheiten entstehen, von denen mindestens 30 Prozent mit Hilfe öffentlicher Förderung finanziert werden sollen. In der Droysenstraße geht es um über 70 neue Wohnungen – überwiegend für Studierende. Auch Wohnungen für Senior*innen und eine Wohngruppe für Menschen mit Behinderung sind geplant. An der Hörn sind in mehreren Projekten insgesamt über 700 Wohneinheiten vorgesehen, von denen in dieser zentrumsnahen Lage mehr als ein Viertel öffentlich gefördert sein sollen.

SPD-Baupolitiker André Wilkens freut sich über den Fortschritt im Wohnungsbau: „Trotz einiger Störgeräusche am Rande, die bei solchen Projekten normal sind, laufen viele Arbeiten auf Hochtouren oder stehen in den Startlöchern. Stadtbaurätin Doris Grondke hat mit dazu beigetragen, Probleme bei einzelnen Projekten zu lösen und neue Flächen mit kreativen Ideen zu entwickeln.“

Auch die wohnungspolitische Sprecherin Astrid Leßmann (ebenfalls SPD) lobt, dass Stadtverwaltung und Ratsversammlung in der Wohnungspolitik an einem Strang ziehen: „Der Masterplan Wohnen und der Wohnbauflächenatlas waren wichtige Vorarbeiten, um den Wohnungsbau zu beschleunigen. Gemeinsam mit dem Wohnungsdezernenten Gerwin Stöcken arbeiten wir weiter akribisch daran, die Mieter*innen in Kiel zu unterstützen. Mit den Beschlüssen machen wir den nächsten Schritt, um den Wohnungsmarkt zu entlasten.“

Für Arne Langniß, Sprecher und wohnungspolitischer Sprecher der Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, ist der Anteil öffentlich geförderten Wohnraums in den Projekten Hof Hammer und Droysenstraße erfreulich: „Wohnen in der Stadt muss für alle Einkommensgruppen möglich sein.“ Die hybride Bauweise mit Holz und Stein in der Droysenstraße und die behutsame Integration der Gebäude in das ökologisch wertvolle Grundstück Hof Hammer seien ebenso bemerkenswert. „Dass an der Hörn Stellplätze unter den Gebäuden verschwinden und damit Lebensraum für die Menschen schaffen, ist gut für die Stadtentwicklung“, lobt der grüne Ratsherr. Und: „Bei künftigen Projekten sollten wir darauf achten, dass vermehrt Baugemeinschaften zum Zug kommen, die nicht selten Plattformen auch für inklusive und auf moderne Bauweise ausgerichtete Projekte sind.“

Die wohnungspolitische Sprecherin der FDP-Ratsfraktion, Christina Musculus-Stahnke, macht deutlich: „Neben Projekten wie ‚Hof Hammer‘ und Droysenstraße ist es wichtig, dass eine städte­bauliche Aufwertung des Gaardener Hörnbereichs ermöglicht wird und dass sich dort die Perspektive für ein interes­santes Wohnungsangebot erschließt. Daher wird mit dem Beschluss der Ratsversammlung der Grundstein dafür gelegt, die Hörn und die Innenstadt insgesamt zu beleben.“

Die Vertreter*innen von SPD, Grünen und FDP sind sich in ihrem Ziel einig, den Wohnungsbau weiterhin mit verschiedenen Maßnahmen zu fördern und in jedem Stadtteil einen angemessenen Anteil an öffentlich gefördertem Wohnraum zu verwirklichen.

Zur Aufstellung der zu gründenden Gesellschaft sei bis zum Herbst 2018 ein Entscheidungsvorschlag für die Selbstverwaltung mit Ausführungen über die Rechtsform und die Wirtschaftlichkeit vorzulegen. Hierbei seien sowohl eine Bau- und Projektierungsgesellschaft und eine davon getrennte Verwaltungseinheit als auch die Zusammenfassung beider unter einem organisatorischen Dach zu prüfen. Bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und zu erhalten, sei für SPD, Grüne und FDP eine der zentralen Aufgaben der nächsten Jahre.

 

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